Schüler lernen ihre Paten kennen

Startschuss für die siebte Staffel des Vereins Jobbrücke

Der Verein „Jobbrücke – Vorberufliche Jugendförderung Freiberg“ hat am vergangenen Samstag mit der Zusammenführung von 29 Schülern und ihren ehrenamtlichen Paten die siebte Jahrgangs-Staffel gestartet.

Für den Ingersheimer Bürgermeister Volker Godel bildet der Verein ein wichtiges Netzwerk für Jugendliche beim Übergang von der Schule ins Berufsleben. Realschul-Rektorin Ursula Bender-Strähle sprach von einem „Exklusiv-Angebot“, auf das die Oscar-Paret-Schule besonders stolz sei. Beide waren am vergangenen Samstag Gastredner, als der Verein mit der Zusammenführung der 26 Schüler und ihren jeweiligen Paten die siebte Staffel ihres Hilfsangebots für Werkreal- und Realschüler feierlich eröffnete.

Spannung lag in der Luft. Denn zum ersten Mal lernten die Schülerinnen und Schüler ihre jeweiligen Paten kennen. Der Musiksaal 1 der OPS war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Vereinsvorsitzende Dr. Wolfgang Sielaff die Veranstaltung eröffnete. Denn auch zahlreiche Eltern waren zu diesem wichtigen Treffen gekommen. Zwölf Neuntklässler der Werkrealschule und 17 aus der Realschule hatten diesmal die Chance ergriffen und sich um einen Platz in der siebten Staffel beworben. Alle waren auch angenommen worden.

In den kommenden Wochen und Monaten werden sie professionelle, aber kostenlose Nachhilfe erteilt bekommen, um ihre Schulnoten bis zu ihren Abschlussprüfungen noch verbessern zu können. Dadurch sollen sie ihre Chancen auf eine Ausbildung in ihrem „Traumberuf“ verbessern. Parallel dazu können sie mit Unterstützung durch ihre jetzt zugeordneten ehrenamtlichen Paten die passenden Berufsbilder erkunden und Bewerbungen erarbeiten.

Bürgermeister Godel, der auch im Namen seiner Amtskollegen Dirk Schaible (Freiberg) und Ralf Trettner (Pleidelsheim) sprach, würdigte die Rolle der Paten in diesem Projekt und bedankte sich bei ihnen für die Bereitschaft, sich für die 14- bis 16-Jährigen einzusetzen. Den Verein Jobbrücke nannte er ein wichtiges „Netzwerk für Jugendliche“, damit sie ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend ins Berufsleben starten können. Denn trotz der Durchlässigkeit des deutschen Schulsystems dauere es bei manchen zuweilen etwas länger „bis der Knoten platzt“.

Rektorin Bender-Strähle appellierte an die Schülerinnen und Schüler, das Angebot der Jobbrücke als „Geschenk“ zu nehmen und zu versuchen „das Beste daraus zu machen“.

Der Verein Jobbrücke wurde vor sechs Jahren gegründet und hat bisher sechs Jahrgangsstaffeln betreut (die sechste Staffel ist derzeit noch nicht abgeschlossen). Mehr als hundert ehrenamtliche Paten haben sich in diesen Jahren um rund 300 OPS-Schüler gekümmert, denn viele von ihnen engagierten sich gleich über mehrere Jahre. Die Erfolgsquote ihrer Bemühungen laut dem Vereinsvorsitzenden Dr. Sielaff: Rund 50 Prozent bekamen direkt einen Ausbildungsplatz und weitere 27 Prozent besuchten anschließend eine weiterführende Schule.

Günther Jungnickl

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