Paten für OPS-Schüler gesucht

Jobbrücke Freiberg braucht auch wieder Helfer aus Pleidelsheim und Ingersheim

Aufgabe der Paten ist es, die 14- bis 16-Jährigen bei der Berufsauswahl zu beraten, mit ihnen Bewerbungsschreiben aufzusetzen und sie auf Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Deshalb sollte es sich um Menschen handeln, die einerseits bereits über einige Berufserfahrung verfügen und andererseits ein Herz und viel Verständnis für die Belange junger Menschen haben.

So früh wie nie geht die Jobbrücke mit ihrer achten Jahrgangs-Staffel an den Start. Der Grund: Einige Werkrealschüler streben schon zum Ende der neunten Klasse (also Mitte 2016) einen Hauptschulabschluss an und sollten dann auch schon wissen, wie es danach weiter geht. Die Kandidaten für die Mittlere Reife wiederum sind gut beraten, sich schon Mitte 2016 um eine Lehrstelle zu bemühen, weil vor allem Großbetriebe ihren künftigen Nachwuchs bereits ein Jahr vor Schulabschluss rekrutieren.

Der Verein kümmert sich seit sechs Jahren um Werkrealschüler und Realschüler der OPS, indem sie ihnen nicht nur die ehrenamtlichen Paten zur Seite stellt, sondern auch kostenlose, professionelle Nachhilfe in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Englisch angedeihen lässt. Letzteres soll vor allem dazu dienen, ihre Abschlussnoten zu verbessern, weil ein gutes Zeugnis die „Eintrittskarte“ fürs Berufsleben ist. Da von den mehr als 170 Mitgliedern mehr als die Hälfte Unternehmen aus der Region rund um Freibergs sind, verfügt der Verein auch über ein vielfältiges und interessantes Firmennetzwerk und kann nicht nur Ausbildungsstellen, sondern zuvor auch schon Praktika vermitteln.

In den bisherigen sieben Jahrgangs-Staffeln ist es immer gelungen, auch genügend Ehrenamtliche zu finden, die den Schülerinnen und Schülern weiterhelfen wollen. Rund 120 „Paten“ sind seit 2009 auf diese Weise sozialpädagogisch tätig geworden. „Darauf sind wir außerordentlich stolz“, erklärt dazu der Vereinsvorsitzende Dr. Wolfgang Sielaff, „zumal manche sich bereits zum dritten oder gar vierten Mal engagiert haben“. Der „harte Kern“ reicht jedoch allein nicht aus, die Jobbrücke muss immer wieder neue Paten anwerben, um den enormen Bedarf decken zu können.

Deshalb ruft Sielaff auch diesmal wieder zur Mitarbeit auf: „Meldet Euch, denn wir brauchen Euch - der jungen Menschen zuliebe.“

Um nicht in Zeitnot zu geraten, sollten die (formlosen) Anmeldungen zeitnah oder zumindest noch vor den Ferien beginnen. Sie sollten schriftlich an die Jobbrücke-Geschäftsstelle per Email (info@jobbruecke-freiberg.de) oder per Post (Bahnhofstraße 41, 71691 Freiberg) geschickt werden.

Günther Jungnickl

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