Neue Staffel der Jobbrücke

von Günther Jungnickl

Der Verein setzt seine Erfolgsgeschichte fort

Mit einer weiteren Betreuungsstaffel setzt der Verein im Jubiläumsjahr seine Erfolgsgeschichte fort

Zehn Jahre alt wird der Verein „Jobbrücke Freiberg – Vorberufliche Jugendförderung“ in diesem Jahr. Am vergangenen Montag hat er seine „Erfolgsgeschichte“ (Bürgermeister Dirk Schaible)  mit einem weiteren Jahrgang fortgesetzt.

Es begann wie jedes Jahr mit der Paten-Schüler-Zusammenführung im Musiksaal der Oscar-Paret-Schule (OPS). Denn da lernen die Neuntklässler von Gemeinschafts- und Realschule erstmals ihre ehrenamtlichen Paten kennen, von denen sie ausgewählt wurden. Und wenn nichts Außergewöhnliches passiert, werden sie von ihren Paten eineinhalb Jahre lang begleitet, beraten und damit auf ihren künftigen Beruf vorbereitet. „Denn die Paten sind das Herzstück unseres Vereins“, wie Jobbrücke-Chef Dr. Wolfgang Sielaff einmal gesagt hat.

Der Vorstandsvorsitzende übernahm auch diesmal den Part, die diesmal „nur“ zwölf Schüler, ihre Eltern und Paten und natürlich auch die Ehrengäste bei dieser kleinen Feierstunde zu begrüßen und in die Philosophie des Vereins Jobbrücke einzuführen. Sielaff erklärte dazu, dass es das erklärte Ziel dieses Vereins sei, jedem Schüler und jeder Schülerin zu einem Ausbildungsplatz zu verhelfen. Dazu habe er  ein Firmennetzwerk in Freiberg und Pleidelsheim geschaffen, das mittlerweile 100 Unternehmen umfasst und dazu auch noch 83 Privatleute angeworben, für die dieser Sozialverein ein Herzensangelegenheit geworden ist.

In der Hauptsache finanziere sich die Jobbrücke durch seine Hauptsponsoren: Die Kreissparkassenstiftung und die Arbeitsagentur Ludwigsburg. Doch auch die 183 Mitglieder trugen bisher mit ihren Beiträgen (Firmen 50 Euro jährlich, Privatpersonen 24 Euro) oder Spenden für die wirtschaftlich gesunde Entwicklung des Vereins bei.  Denn die Paten sind zwar ehrenamtlich tätig, doch die kostenlosen Nachhilfestunden in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Englisch durch professionelle Lehrkräfte kosten die Jobbrücke neben sonstigen Nebenkosten für ihr Büro in der Bahnhofstraße eine Menge Geld.

Deshalb auch mahnte Realschul-Konrektor Timo Kuschnier denn auch seine Schüler, die Zeit bei der Jobbrücke gut zu nutzen, weil ihre Chance auf einen lukrativen Ausbildungsplatz dadurch gestiegen seien. Zumal sie, wie Kuschnier erklärte, in ihren  digitalen sozialen Netzwerken auf einen Schlag 100 neue Freunde - nämlich die 100 Jobbrücke-Mitgliedsfirmen - gewonnen hätten, die ihnen unter Umständen Praktika oder auch einen Ausbildungsplatz anbieten könnten.

Schließlich stellten jeweils die Paten die von ihnen anhand der Bewerbungsbögen ausgesuchten Schüler vor und dann nutzten die Schüler sowie ihre Eltern,  die Paten im persönlichen Gesprächen näher kennenzulernen und mit ihnen erste Treffen zu vereinbaren. Während Jobbrücke-Nachhilfe-Koordinator Friedhelm Jorch von Tisch zu Tisch ging, um das Interesse an den angebotenen Nachhilfestunden erkunden.

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