Jobbrücke startet Jubiläumsstaffel

Staffel 10 startet mit 21 Schülern

Im kommenden Jahr feiert der Verein „Jobbrücke – Vorberufliche Jugendförderung“ sein zehnjähriges Bestehen. Am vergangenen Montag hat er im Musiksaal der Oscar-Paret-Schule (OPS) seine zehnte Staffel gestartet, die im Jubiläumsjahr 2019  abgeschlossen werden wird. Es war die „Kennenlernparty“ für 21 SchülerInnen mit ihren Paten. Auch zahlreiche Eltern waren zu diesem ersten Treffen gekommen.

 Im Beisein der beiden Schulleiterinnen Sabine Sommer (Gemeinschaftsschule) und Ursula Bender-Strähle (Realschule) stellte der Jobbrücke-Vorsitzende Dr. Wolfgang Sielaff zunächst seinen Verein und dessen Wirken vor und ging dabei vor allem auf das Patenkonzept ein. Denn das basiert schlicht auf der Idee, allen Schülerinnen und Schülern der Oscar-Paret-Schule (OPS) die Chance für eine solide Berufsausbildung zu bieten.

 Dazu sollen berufserfahrene Paten in enger Zusammenarbeit mit den Eltern der Schüler beitragen, indem sie die 14- bis 16-jährigen Jugendlichen bei der Berufsorientierung unterstützen und ihnen bei ihren Bewerbungen helfen. Parallel dazu sorgen professionelle Lehrkräfte dafür, dass sie sich in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch möglichst noch verbessern können. Die Kosten für diesen Nachhilfeunterricht trägt die Jobbrücke.

 Wert legt die Jobbrücke darauf, dass sich die Neuntklässler (und diesmal sogar vier Achtklässler, die einen Hauptschulabschluss anstreben) freiwillig für das Angebot bewerben und auch ihre Eltern möglichst dahinter stehen. Deshalb unterschrieben Schüler, Eltern und Paten auch bei dem Treffen auch eine vertragsähnliche „Patenschafts-Vereinbarung“. Der Vereinsvorsitzende Dr. Sielaff dankte den SchülerInnen für ihren Mut, das Angebot des Vereins  anzunehmen.

 Aber er verschwieg auch nicht, dass die Patensuche von Jahr zu Jahr schwieriger wird und dass es auch diesmal nur dank der Bereitschaft von einigen „Wiederholungstätern“ gelungen sei, jedem Bewerber einen Paten zu vermitteln. Einem Drittel Neupaten stehen in dieser zehnten Staffel deshalb zwei Drittel Mehrfachpaten gegenüber. Derzeit beschäftigt die Jobbrücke jedoch 34 Paten, weil die Staffel neun (Realschule) erst in diesem Sommer ausläuft.

 In ihrer Willkommensrede bedankte sich als Ehrengast Sabine Sommer namens der OPS (und ihrer Realschul-Kollegin Ursula Bender-Strähle) bei den SchülerInnen angesichts des grassierenden „Akademisierungswahns“ , dass sie das Angebot der Jobbrücke wahrgenommen haben und eine Berufsausbildung ins Auge fassen. „Denn Berufswegeplanung ist Lebensplanung“, postulierte sie. Dass sich erneut so viele „Ehrenamtliche“ als Paten verpflichten ließen, erfülle sie mit großer Freude. „Wir sind dankbar, dass die Jobbrücke in Freiberg gegründet wurde“, schloss sie ihre Rede.

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