Jobbrücke meldet stabiles Wachstum

Jahreshauptversammlung des Vereins zur vorberuflichen Jugendförderung – Vorstand komplett wiedergewählt

In allen Bereichen stabiles Wachstum kennzeichnen den Verein im sechsten Jahr seines Bestehens: Die Mitgliederzahl kletterte auf 169, die Sponsoren spendeten soviel Geld wie nie, erneut konnten genügend Paten für die siebte Jahrgangsstaffel von Schülern gewonnen werden und es wurde ein Überschuss von fast 15 000 Euro erwirtschaftet. Sowohl Bürgermeister Dirk Schaible als auch Werkrealschulrektorin Sabine Sommer waren des Lobes voll über die Jobbrücke: „Ein riesengroßer Gewinn für die Oscar-Paret-Schule und die Stadt.“

Doch zufrieden zurücklehnen will sich der Vorstand mit Dr. Wolfgang Sielaff an der Spitze deshalb nicht. In seinem Jahresbericht formulierte Sielaff denn auch gleich die erklärten Ziele für das laufende Jahr: Optimierung der Schüler- und Patenrekrutierung, Absicherung des Sponsoring, die mittelfristige Erhöhung der Mitgliederzahl auf 200 und die Forcierung der Einbindung von betreuten Schülern sowie der PR-Arbeit.

Dass in diesem Jahr erstmals mehr Realschüler als Werkrealschüler von der Jobbrücke betreut werden, wie der zweite stellvertretende Vorsitzende und Patensprecher Wilhelm Scheel berichtete, hat im Verein zu kritischen Reaktionen geführt. Schließlich, so Vereinsgründer Max Roßkopf in der Diskussion, sei es das „Urziel“ der Jobbrücke gewesen, vor allem den Haupt- beziehungsweise Werkrealschülern zu helfen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Die Gründe dafür, dass gerade etliche der bedürftigsten Schüler das Angebot nicht wahrnehmen, müssten ernsthaft untersucht werden.

Friedhelm Jorch, der hilfsbedürftige Schüler in Mathematik unterrichtet, schlug vor, gerade für die Werkrealschüler bereits zwei Jahre vor der Hauptschul-Abschlussprüfung mit der Betreuung zu beginnen: „Denn wir sind zu spät dran.“ Doch der Vorsitzende wendete ein, dass es problematisch sei, Paten für einen so lange Zeitraum der Betreuung zu gewinnen. Dennoch werde sich er erweiterte Vorstand mit dem Problem befassen.

Viel Anerkennung erntete das Akquiseteam des Vereins, dem es auch im vergangenen Jahr wieder gelungen ist, weitere Mitglieder zu werben. Von den 169 Mitgliedern sind mehr als 50 Prozent Firmen, die in Freiberg und Pleidelsheim ansässig sind. Hervorgehoben wurde vor allem das gute Ergebnis in der Nachbargemeinde, an dem auch der Pleidelsheimer Bürgermeister Ralf Trettner einen gewichtigen Anteil hat. In diesem Jahr wird sich das Team noch einmal Freiberger Unternehmen widmen.

Absolute Zufriedenheit erntete Kassiererin Wiltrud Hintennach für ihren Bericht über einen positiven Jahresabschluss. Trotz der Ausgaben von 27 000 Euro für das Schüler-Qualifizierungsprogramm, die laufenden Bürokosten, öffentliche Veranstaltungen und Werbemittel wurde dank einiger Großspenden ein Überschuss von fast 15 000 Euro erwirtschaftet. Die Hauptsponsoren waren jedoch auch im vergangenen Jahr die Kreissparkasse Ludwigsburg und die Agentur für Arbeit.

Die Zufriedenheit der Mitglieder drückte sich im Ergebnis der Neuwahl des Vorstands aus. Dr. Wolfgang Sielaff, seine Stellvertreter Tilman Raff und Wilhelm Scheel sowie Kassiererin Wiltrud Hintennach traten wieder an und wurden jeweils einstimmig bestätigt.

Günther Jungnick

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