Jobbrücke hat nun 100 Mitgliedsfirmen

Mit der Firma Zimmer kann Vereinschef Dr. Sielaff einen neuen Rekord verbuchen

Firmenchef Frank Zimmer kann sich noch gut an die Situation am 3. April diesen Jahres erinnern: Dass er aber ausgerechnet das 100. gewerbliche Mitglied der Jobbrücke Freiberg wird, hätte er sich nicht träumen lassen.

„Ich habe halt schnell gestreckt, als Dr. Sielaff fragte, wer noch nicht Mitglied bei dem Verein ist“, sagt der eher bescheidene 35-Jährige im Nachhinein. Dabei war der Vortrag des Jobbrücke-Vorsitzenden Dr. Wolfgang Sielaff als Gast des Freiberger Unternehmer Forums (FUF) eigentlich gar nicht als Mitglieder-Werbeveranstaltung gedacht, sondern zusammen mit Max Roßkopf (teamtechnik) wollte er eigentlich nur den Kontakt zu den Mitgliedsfirmen nutzen, um ihnen die fällige Neuausrichtung seines Vereins zu erläutern. Der enthielt unter anderem auch den Rat, engeren Kontakt zu den Mitgliedsfirmen zu halten.

Doch zwei oder drei Tage später hielt er bereits die Beitrittserklärung in der Hand. Unterzeichnet von Frank Zimmer, der im Juli 2014 den Geschäftsführerposten von Firmengründer Willi Zimmer, übertragen bekommen hatte. Das kleine, jedoch Familienunternehmen prosperierte und  sein Vater brauchte dringend mehr Zeit, um als stellvertretender Bürgermeister und viel beschäftigter CDU-Fraktionsvorsitzender gute  Gemeinderatsarbeit leisten zu können.

Denn sein Unternehmen hatte er in gutem Zustand hinterlassen und wusste es beim Junior, dem gelernten Industriekaufmann, in besten Händen. Seine Firma, die mit vollem Namen Zimmer Maschinen GmbH und Co.KG heißt, hatte sich im Laufe der Jahre mit dem Verkauf von Metallsägen, Bohr- und Gewindeschneidemaschinen, von Stromerzeugern und Bandschleiftechnik einen guten Namen gemacht, zumal die insgesamt 15 Mitarbeiter ihre Kundschaft durch prompten Service oder  Schulungen zu beeindrucken wusste.

Seit zwei Jahren bildet Frank Zimmer auch einen Lehrling zum Industriekaufmann aus und schätzt deshalb die Arbeit der Jobbrücke ganz besonders. Denn deren Konzept, das in der Regel gekennzeichnet ist von kostenlosem Nachhilfeunterricht in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Englisch durch professionelle Lehrkräfte und ehrenamtliche Paten, habe ihn stark beeindruckt, gesteht er.

Inzwischen plant Unternehmer Frank Zimmer sogar einen Neubau im Beihinger Gewerbegebiet „Östlich der Ludwigsburger Straße“ (zwischen dem Lokal „Gaumentanz“ und dem Kabelunternehmen Kemmler), weil der alte Standort im Geisinger Gewerbegebiet Ried inzwischen aus allen Nähten platzt. „Bis 2020 soll das neue Gebäude fertig sein“, sagt er.

Inzwischen hat aber noch eine weitere Firma zur Jobbrücke gefunden: Die Food Masters Freiberg GmbH, die Röstmaschinen für Kakao und Nüsse produziert. Damit hat der erst vor zehn Jahre gegründete Verein „Jobbrücke Freiberg – Vorberufliche Jugendförderung“ jetzt 101 gewerbliche und mehr als 80 private Mitglieder.

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