Erfolgreicher Start der 13. Patenstaffel

Neupaten*innen berichten

Im Interview mit Susanne Laufenberg

Was waren meine Beweggründe, in Zeiten der Pandemie erstmalig eine Jobbrückenpatenschaft zu übernehmen?

Sandra Strahl (Freiberg):

Die Jugendlichen und angehenden Schulabgänger*innen sind ganz wesentlich von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, da sie nicht nur Einfluss auf ihren derzeitigen Alltag nimmt, sondern auch ihre Zukunftsperspektive mitbestimmen wird. Die richtige Berufswahl und das Finden eines Ausbildungsplatzes ist unter Normalbedingungen schon herausfordernd, die Pandemie erschwert das Ganze noch, da z.B. Jobmessen ausfallen und weniger oder keine Praktika stattfinden können. Für die Zukunft von uns allen ist es wichtig, dass wir aus dem vollen Potential schöpfen können, und daher bin ich gerne bereit die Jobbrücke bei ihrer tollen Arbeit zu unterstützen.“

Wolfgang Killinger (Freiberg):

„Ich hatte mir schon länger vorgenommen, bei der Jobbrücke Pate zu werden, wenn ich im Ruhestand bin. Ich hatte davor sehr viele Praktikanten und dabei oft den Eindruck, dass viele unklare oder überhaupt keine Vorstellung hatten, was sie in ihrem Leben anfangen möchten und wie sie feststellen können, was ihnen Spaß macht und auch ihren Fähigkeiten und Stärken entspricht. Da wegen der Pandemie fast keine Praktika angeboten werden, möchte ich den Prozess der Berufsfindung von Jugendlichen mit meinen Erfahrungen unterstützen.“

Stefan Gust (Freiberg):

„Ich habe Freude an der Zusammenarbeit mit jungen Menschen und möchte sie auf ihrem Weg in das Berufsleben unterstützen. Ich kann meine eigenen Erfahrungen nutzen, um gemeinsam mit meiner Patenschülerin ihre Fähigkeiten und Neigungen herauszuarbeiten und ihr bei der Berufsfindung und im Bewerbungsverfahren zu helfen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie halte ich die Unterstützung in Form einer Patenschaft für besonders sinnvoll, da die Lage auf dem Arbeitsmarkt angespannt ist, was sich unter anderem auf das Angebot an Praktikums- oder Ausbildungsplätzen auswirkt.“

 

Wie gelang die Kontaktaufnahme mit der Schülerin/dem Schüler?

Sandra Strahl:

„Die Kontaktaufnahme verlief via Skype. Es hat super funktioniert und ich bewundere die Schüler*innen, was sie inzwischen alles virtuell stemmen müssen, das ist wirklich nicht ohne! Nichtsdestotrotz freue ich mich wahnsinnig darauf, meine Schülerin hoffentlich bald persönlich kennenzulernen. Nichts kann ein persönliches Gespräch ersetzen.“

Wolfgang Killinger:

„Der erste Kontakt mit dem Patenschüler und seinen Eltern war leider nur virtuell und dadurch mit den üblichen Anlaufschwierigkeiten, bis man eine gemeinsame Technik gefunden hat, die auch alle nutzen können. Es war ein sehr offenes Gespräch, auch mit den Eltern. Ich habe dann kurzfristig einen Termin angesetzt, an dem ich mich mit meinem Patenschüler persönlich getroffen habe. Das hat das Eis etwas gebrochen. Videokontakte funktionieren besser bei Menschen, die sich bereits kennen, als wenn der Kontakt zunächst aufgebaut werden muss.“

Stefan Gust:

Bei der Jobbrücken-Startveranstaltung fand per Videokonferenz das erste Kennenlernen zwischen meiner Patenschülerin, ihren Eltern und mir statt. Wenig später folgte ein weiteres Gespräch gemeinsam mit ihren Eltern. Bei diesem haben wir besprochen, wie ich als Pate am besten unterstützen kann. Außerdem haben wir gemeinsam Ziele der Patenschaft definiert.“

 

Wie beeinflusst die Corona Pandemie meine Tätigkeit als Pate/Patin?

Sandra Strahl:

Wie gesagt, nichts kann ein persönliches Gespräch ersetzen. So geht es mir zumindest. Wenn man sich nicht kennt, ist es im ersten Schritt natürlich für beide Seiten ungewohnt auf Distanz Vertrauen zueinander aufzubauen. Die Suche nach Praktikaplätzen gestaltet sich ebenfalls schwierig, da viele Unternehmen aktuell keine anbieten. Absagen, selbst wenn sie pandemiebegründet sind und der Schüler nichts dafür kann, wirken sich extrem demotivierend aus. Gerade wenn die Schüler*innen noch nicht genau wissen, wo die Reise hingehen soll, wäre es super, wenn in den Ferien mal das ein oder andere Praktikum absolviert werden könnte.“

Wolfgang Killinger:

„Wenn wir Informationen im Internet suchen oder z.B. einen Test ausfüllen, Online-Messen besuchen, überlasse ich die Bedienung des Internets immer dem Schüler. Leider vergeht viel Zeit damit, das Bildschirmteilen richtig einzustellen und viel Zeit benötigt auch das Suchen und Finden von Informationen. Da Arbeiten im Internet in jeder Ausbildung und jedem Beruf in Zukunft mehr oder weniger wichtig ist, versuche ich auch, selbständiges Arbeiten im Internet zu fördern. Das kostet zwar zunächst zusätzlich Zeit, aber ich halte es dennoch für sinnvoll. Leichter wäre das, wenn man zusammen auf den gleichen Bildschirm schauen könnte. Sobald es wärmer ist, werde ich deshalb unsere Termine auf die Terrasse verlegen, so dass wir uns persönlich treffen können.“

Stefan Gust:

Die Treffen sowohl mit meiner Patenschülerin und ihren Eltern als auch mit den anderen Patinnen und Paten finden online statt. Aktuell unterstütze ich vor allem bei der Suche nach einem Praktikumsplatz. Diese gestaltet sich schwierig, da viele Unternehmen derzeit keine oder weniger Praktikumsplätze vergeben. Wir sind dennoch optimistisch, dass sich in den nächsten Monaten eine Möglichkeit ergibt.“

 

Die Jobbrücke bedankt sich bei allen aktiven Patinnen und Paten für ihren Einsatz und ihr großes Engagement zum Wohl der Schülerinnen und Schüler.

Wenn auch Sie sich vorstellen können, eine/n Jugendliche/n als Jobbrücken Pate*in beim Übergang von der Schule in den Beruf zu begleiten, dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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