Dank an die Paten für geleistete Arbeit

Dank an die Paten für geleistete Arbeit

Schüler Hans (Namen geändert) gilt am Ende der achten Klasse für seine Lehrer an der OPS-Werkrealschule sowie für die Berufsberaterin der Agentur für Arbeit als hoffnungsloser Fall. Seine Noten sind miserabel, die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz gering. Er bewirbt sich bei der Jobbrücke um Unterstützung und schafft dank kostenloser Nachhilfe und der ständigen Aufmunterung durch seine Patin den Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 3,0. Inzwischen hat er eine Ausbildung als Anlagenmechaniker für Sanitär und Heizung begonnen.
 
Schülerin Hava hatte Ende der neunten Klasse Werkrealschule einen Notendurchschnitt von 4,2, wollte jedoch unbedingt den mittleren Schulabschluss haben. Nachdem auch sie den Ernst der Lage erkannte, bei der Jobbrücke regelmäßig ihre Nachhilfestunden besuchte und dabei kräftig von ihrem Paten gepusht wurde, schaffte sie tatsächlich eine 2,9 im Abschlusszeugnis zur Mittleren Reife. Inzwischen absolviert die 15-Jährige ein Freiwilliges Soziales Jahr, um sich in Ruhe auf ihre Berufsausbildung vorbereiten zu können.
 
Es ist gute Sitte, dass sich die Jobbrücke am Ende solcher Erfolgsgeschichten bei den ehrenamtlich tätigen Paten dafür bedankt, dass sie sich ein ganzes Jahr oder länger um ihre Schützlinge gekümmert und zum Teil Freud' und Leid mit ihnen geteilt haben. Am vergangenen Samstagvormittag  geschah das wieder im Restaurant „Rößle“ mit einem üppigen Frühstück bei munteren Gesprächen und anschließender Betriebsbesichtigung beim Stahlbaubetrieb Geisselmann in Freiberg.
 
„Unsere Paten sind das Herzstück unseres Vereins“, versicherte Jobbrücke-Vorsitzender Dr. Wolfgang Sielaff und erntete dafür auch von den ebenfalls eingeladenen Schülern und ihren Eltern lebhaften Beifall. Die Betroffenen durften für ihr Engagement Ehrenurkunden aus den Händen des Vorsitzenden und seines Stellvertreters Wilhelm Scheel entgegen  nehmen. Und weil laut Dr. Sielaff „nach dem Spiel gleich vor dem Spiel ist“, werden alle Paten auch in der kommenden neunten Staffel Werkrealschule (Beginn: Oktober 2016) Schülerinnen oder Schüler übernehmen, wie zumindest eine Probeabstimmung ergab.
 
Da mehr als die Hälfte der 172 Mitglieder  der Jobbrücke Firmen aus Freiberg, Pleidelsheim, Ingersheim und Ludwigsburg sind, ist bei diesen „Patenverabschiedungen“ auch jeweils ein  Firmenbesuch üblich. Die Firma Geisselmann stand deshalb schon lange auf der Wunschliste des Vereins und Geschäftsführer Sven Geisselmann ließ es sich an diesem Samstag auch nicht nehmen, die Gäste persönlich durch den Familienbetrieb zu führen, der vor 135 Jahren noch ein Handwerksbetrieb (Schlosserei) war und sich gerade in den letzten Jahrzehnten zu einem Industrieunternehmen mit rund 100 Mitarbeitern entwickelt hat, das sowohl Weltmarktfirmen wie Daimler und Porsche zu seinen Kunden zählt wie auch „Normalos“, die für ihr Häusle eine neue Treppe und das dazugehörige Geländer brauchen.
 
Gut ausgelastet sei sein breit aufgestelltes Stahlbauunternehmen, berichtete Sven Geisselmann und erntete am Ende des Rundgangs großes Lob aus berufenem Munde. Max Roßkopf, Gründungsmitglied der Jobbrücke und früherer Chef des Freiberger Hightech-Unternehmens teamtechnik, würdigte es als „modern, gut aufgestellt und äußerst sauber“.
 

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