Bildungspartnerschaft besiegelt

Jobbrücke Freiberg unterzeichnet mit der OPS-Gemeinschaftsschule einen Vertrag.

Der Verein „Jobbrücke – Vorberufliche Jugendförderung“ und die Gemeinschaftsschule an der Oscar-Paret-Schule (OPS) haben im Sitzungssaal des Freiberger Rathauses vertraglich eine Bildungspartnerschaft abgeschlossen.

Den Vorgang gab es schon einmal vor fünf Jahren, als die Jobbrücke mit der OPS-Werkrealschule einen derartigen Vertrag unterzeichnete. Aber die Werkrealschule läuft in zwei Jahren aus, weil sie  von der grün-roten Landesregierung durch die Gemeinschaftsschule ersetzt worden ist. Deren Rektorin Sabine Sommer hatte rechtzeitig bei der Jobbrücke um eine erneute Bildungspartnerschaft nachgesucht und der Vereinsvorstand hatte spontan zugesagt.

Am vergangenen Donnerstag war es dann so weit. Schulleiterin Sommer und der Vereinsvorsitzende Dr. Wolfgang Sielaff unterzeichneten den neuen Vertrag im Beisein von Bürgermeister Dirk Schaible, Lehrern, Elternvertreterinnen und Schülern. Schirmherrin war Juliane Lechner von der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg, denn dies war bereits die 204. Bildungspartnerschaft im Kreis Ludwigsburg, die seit dem Jahr 2008 unterzeichnet wurde.

Nahezu ausschließlich sind sie allerdings von weiterführenden Schulen mit Unternehmen geschlossen worden. Dass in Freiberg ein Verein dafür verantwortlich zeichnet, bezeichnete Lechner jetzt als einen „Glücksfall für die Stadt und ihre weiterführenden Schulen“. Denn die Jobbrücke verfüge über ein einzigartiges Potenzial von Persönlichkeiten, die sich in ihr vernetzt hätten. Das sei jedoch gerade für die OPS-Gemeinschaftsschule so wichtig, weil sie vor der Herausforderung stehe, sich in Sachen Berufsvorbereitung erstmals zertifizieren zu müssen.

Auch Rektorin Sommer sieht das so und schätzte sich deshalb „sehr, sehr glücklich, dass wir einen solchen Partner an unserer Seite haben“. Denn ihre Schüler müssten sich heutzutage sehr früh schon mit Berufsausbildung und Lebensplanung beschäftigen. Sommer: „Nur wenn ganz viele Menschen dabei helfen, kann das auch gelingen.“

Die Jobbrücke bietet dazu über ihren Bildungspartner Konzept AG (Asperg) unterrichtsbegleitende Workshops zu Themen wie Bewerbungs-, Selbstsicherheits-, oder Benimmtraining an und vermittelt den Schülern Betriebserkundungen oder Praktika, wie Vereinsvorstand Sielaff berichtete. Finanziell unterstützt wird sie dabei durch die Kreissparkassen-Stiftung und die Agentur für Arbeit Ludwigsburg sowie durch einige gewerbliche Sponsoren und Beiträge ihrer inzwischen 175 Mitglieder.

Natürlich war auch Bürgermeister Schaible voll des Lobes für den Verein: „Wir sind dankbar, dass es in Freiberg so ein zukunftsweisendes Projekt wie die Jobbrücke gibt.“ Wobei sie allerdings „das jüngste Kind“ eines erfreulich großen gesellschaftlichen Engagements für Kinder und Jugendliche in dieser Stadt sei. All das erinnerte den Schultes stark an den genossenschaftlichen Grundsatz: „Was Einer nicht schafft, das schaffen Viele.“

Zurück