Jahreshauptversammlung am 14.04.2016

Jahreshauptversammlung der Jobbrücke im Zeichen der neuen Bildungspartnerschaft

Weil die Werkrealschule an der Oscar-Paret-Schule (OPS) inzwischen zum Auslaufmodell geworden ist, wird die Gemeinschaftsschule (GMS) nun zur neuen Herausforderung für den Jugendförderverein Jobbrücke.
 
Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins war die erst am 17. März 2016 erfolgte Bildungspartnerschaft mit der OPS-Gemeinschaftsschule deshalb auch ein wichtiges Thema, weshalb es vom Vorsitzenden Dr. Wolfgang Sielaff auch in seinem Rechenschaftsbericht besonders hervorgehoben wurde. Denn weil an der GMS vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur alles möglich ist, werde die Jobbrücke sich erneut auf unbekanntes Terrain wagen müssen, berichtete Sielaff. Schließlich sei der Verein mit dem Ziel angetreten, allen OPS-Schülern die Chance zu geben, eine vernünftige Ausbildung zu bekommen.
 
Schulleiterin Sabine Sommer ist aktives Mitglied der Jobbrücke und nahm jetzt die Gelegenheit wahr, in der Jahreshauptversammlung die Problematik aus ihrer Sicht darzulegen. Denn der neue Bildungsplan sei nach der Landtagswahl noch längst nicht in trockenen Tüchern und seine Umsetzung derzeit weiter ein Buch mit sieben Siegeln. „Da wartet noch richtig harte Arbeit auf uns“, umschrieb sie die Sorgen des Lehrerkollegiums, weil eine „Großbaustelle“ droht. Immerhin ist zumindest das inzwischen klar: Die Mehrheit der Schüler der Gemeinschaftsschule strebt einen Realschulabschluss an.
 
Dass allerdings derzeit die meisten Schulabgänger versuchen, einen höheren Bildungsabschluss zu erwerben und nur noch 20 Prozent direkt eine Lehrstelle im dualen System ansteuern, hält die Schulleiterin für eine fatale Entwicklung. Sie  warnte deshalb vor einem „Akademisierungswahn“ in unserer Gesellschaft, der oft genug die Schüler überfordere.
 
Die Jobbrücke versucht mit ihrem Patenmodell vor allem schwächeren Schülern durch kostenlose Nachhilfe in den Hauptfächern und mittels Unterstützung durch ehrenamtliche Paten beim Übergang von der Schule ins Berufsleben zu helfen. In die gleiche Richtung zielt ihr Angebot für Neuntklässler im Rahmen der Bildungspartnerschaft im Rahmen des Unterrichts zur Berufsorientierung (BOM). Dazu bedient der Verein sich professioneller Lehrkräfte der Konzept AG in Asperg. Deren Geschäftsführer Alfred Amend erläuterte deshalb  das Konzept seines Instituts, das auch künftig dazu dienen soll, die Kommunikationsfähigkeit und damit die Sozialkompetenz der Schüler zu verbessern. 
 
Finanziert wird das Ganze auch künftig von der Agentur für Arbeit, die allerdings eine Gegenfinanzierung von 50 Prozent durch die Jobbrücke fordert. Deshalb, und weil auch der Nachhilfeunterricht für schwache Schüler bezahlt werden muss, ist der Verein auch stolz auf seine nach wie vor stabilen Finanzen. Kassiererin Wiltrud Hintennach konnte jetzt mit Stolz berichten, dass es dank spendabler Sponsoren, wie beispielsweise der Kreissparkassen-Stiftung, der Wüstenrot-Stiftung oder der Firma Teamtechnik auch im Vorjahr wieder gelungen sei, einen Überschuss zu erwirtschaften.
 
Die inzwischen gebildeten Rücklagen braucht der Verein Jobbrücke aber auch, falls eines Tages einer der Hauptsponsoren wegfallen sollte. Denn die Anträge auf Unterstützung müssen inzwischen Jahr für Jahr erneuert werden.

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