Aufgaben von Patinnen und Paten

Organisation

  • Über den Verein Jobbrücke e.V. wird der Kontakt zwischen Paten/Patinnen, SchülerInnen und der Familie hergestellt.
  • Die Betreuung findet nach individuellem Bedarf statt
  • Dem Patenschaftsverhältnis angemessen sind ca. 1,5 Jahre Dauer. Sie fängt 18 Monate vor dem Schulabschluss an und geht bis in die Phase der Ausbildung.
  • Sie werden für ihre Aufgabe vorbereitet und können sich mit anderen Paten/Patinnen regelmäßig austauschen. Ihr ehrenamtliches Engagement wird schriftlich bestätigt.
  • Um das Amt einer Patin oder eines Paten zu übernehmen, benötigen Sie keine besondere Ausbildung oder Qualifikation.

Förderung

  • Sie helfen, motivieren und unterstützen SchülerInnen bei ihrer sozialen Entwicklung, Berufsfindung und bei Bewerbungsverfahren. Der schwierige Übergang zwischen Schule und Beruf wird durch Sie begleitet.
  • Sie haben Kontakt mit jüngeren Menschen und tauschen sich auf vielfältige Weise mit anderen Menschen aus, was Ihr eigenes Leben bereichern kann.
  • Sie stehen dem Schüler/der Schülerin als verlässliche und vertrauenswürdige Kontaktperson mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zur Seite.
  • Sie stehen dem Schüler/der Schülerin beratend zur Seite, vermitteln fachliche Fähigkeiten und geben Tipps und Anregungen für z.B. die Planung des Berufseinstiegs.
  • Sie spiegeln kritisch die Ideen der SchülerInnen und helfen ihnen somit sich selbst zu bewerten und eigene Entscheidungen zu treffen („coaching“).
  • Sie nehmen keine überlegene Position ein. Das Ziel der Patenschaft ist, dass die SchülerInnen zunehmend ein selbstbestimmtes Leben führen und auf die eigene Urteilsfähigkeit vertrauen.
  • Sie sind Vorbild, machen den SchülerInnen ihre Stärken bewusst und fördern diese, bieten Unterstützung, die über den Alltag hinausgeht, beraten bei Konflikten, sind zusätzliche Bezugsperson, stellen Kontakte her.
  • Sie entwickeln gegenseitiges Vertrauen, legen Regeln fest und überprüfen die Beziehung immer wieder.

Tipps

  • Einigen Sie sich mit dem Schüler/der Schülerin auf Rahmenbedingungen und arbeiten dann an den vereinbarten Zielen. Sie sollten die SchülerInnen fordern, aber nicht überfordern.
  • Ein Patenschaftstagebuch kann helfen Ziele und Erfolge festzuhalten.
  • Besprechen Sie die Empfindungen der Zusammenarbeit und fordern so die Eigenverantwortung
  • Sie können mit den SchülerInnen über persönliche Pläne sprechen, Stärken und Schwächen gemeinsam analysieren, unterstützen eine Vorstellung der eigenen Zukunft zu entwickeln und erarbeiten eine Strategie um dieses Ziel zu erreichen.
  • Wenn sich der/die SchülerIn klar darüber ist, welches Spektrum für seine/ihre Berufswahl zur Verfügung steht, sprechen Sie mit ihm/ihr über Vorstellungen und Wünsche. Regen Sie zu alternativen Lösungen an und bringen neue Ideen ins Gespräch.
  • Um eine höhere Akzeptanz zu gewinnen können Sie die Eltern der SchülerInnen einbinden. Wenn Sie ihnen mit Respekt begegnen kann deren Vertrauen gewonnen werden.

Persönliche Voraussetzungen und Basisfaktoren

  • Engagement und Begeisterung (Durchhaltevermögen, Zeit aufwenden, neue Sichtweisen aufzeigen, Motivation).
  • Akzeptanz und Respekt (kulturelle Unterschiede akzeptieren, sich auf neue Ansichten einlassen, empathisch handeln- sich in andere hineinversetzen können).
  • Zuverlässigkeit (vertrauliche Informationen für sich behalten, Absprachen einhalten, Geduld mit den SchülerInnen).
  • Menschliche Reife (den SchülerInnen die endgültige Entscheidung selbst überlassen, das eigene Verhalten kritisch hinterfragen).
  • Erfahrungen einbringen (bestimmte fachliche und berufliche Qualifikationen, Kontakte, Erfahrungen mit Jugendlichen).
  • Vertrauen ist die Basis der Patenschaft, die SchülerInnen sollen sich ernst genommen fühlen und sollten sicher sein können, dass vertrauliche Informationen bei Ihnen sicher aufgehoben sind.
  • Bestätigung ist ein Motivationsfaktor. Geben Sie kritisch-konstruktives, begründetes Feedback zu Ideen und Handlungen und formulieren Sie realistische Ziele
  • Professionalität entsteht durch diese zweckgebundene Zusammenarbeit. Setzen Sie angemessene und realistische Ziele und arbeiten auf diese hin.
  • Grenzen setzen für Ihren Einfluss und ihre Verantwortung. Formulieren Sie Grenzen und Ziele klar und eindeutig. Die Jugendlichen sind für ihre Entscheidungen und Resultate selbst verantwortlich.